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“Rund um den
Apfel”, unter diesem Motto fand am Freitag eine tolle Aktion der NaturFreundeKinder im Obstwiesenlehrpfad Seckmauern statt. Bei kühler, aber trockener Witterung konnten Kinder und Eltern vieles über die
einheimischen Apfelsorten erfahren.
Die verschiedenen
Äpfel wurden nach Sorten getrennt gelesen. Dabei stellten die Kinder fest, dass es kleine und große, ein- und mehrfarbige, blasse, grüne, gelbe und leuchtend rote Äpfel gibt. Auch das Aussehen der Äpfel
war meist anders, als es die Kinder vom Supermarkt her kennen. Weder waren sie makellos schön, weil der Schorf auf den einheimischen Äpfeln durchaus normal ist (es wird ja nicht gespritzt), noch glänzten
sie, da sie nicht künstlich gewachst waren, was aber der Gesundheit förderlich ist. Auch hatte das Fallobst oft Druckstellen, die der Produktion eines leckeren Saftes aber nicht im Wege stand.
Nach der Lese
wurden die Äpfel gewaschen, danach die einzelnen Sorten bestimmt. Dabei diente eine Übersichtstafel als Hilfe. Aber vor allem Herrn Georg Eckert, einem exellenten Kenner der einheimischen Obstsorten und
Initiator des hiesigen Obstwiesenlehrpfades, war es zu verdanken, dass die Äpfel auch einen Namen bekamen. Berlepsch, Boenisch-Apfel, Rombour, Himbeerapfel, Kaiser-Wilhelm sind nur einige der
Apfelsorten, von denen die Kinder auch den Geschmack testeten und in einem Apfel-Steckbrief festhielten. Neben süßen, herben, trocken, mehligien, mürben, und saftigen Äpfeln gab es so sauere, dass es
einem fast das Hemd in den A.... zog. Sie ergaben aber trotzdem einen sehr guten Apfelsaft.
Bei der
Geschmacksprobe wurden die Äpfel gleich zerkleinert, um sie anschließend zu mahlen. Hier wurden ordentlich die Muskeln der Kinder beansprucht. Brauchte man doch schon etwas Kraft, um die Handkurbel zu
drehen. Da sich aber die Kinder abwechselten, war das kein Problem und wie zu beobachten war, machte es den Kindern sichtlich Spaß.
Der so entstandene
Apfelmus wanderte danach in eine Handpresse. Auch hier konnten sich die Kinder austoben, brauchten aber ab und zu die Unterstützung der etwas schwereren Erwachsenen, um den letzten Tropfen Saft
herauszupressen. Wie die Kinder feststellten, war auch der Saft verschiedener Sorten unterschiedlich gefärbt. Produzierte man doch gelbliche, hell- und dunkelbraune sowie rotgefärbte Säfte, was ebenfalls
im Apfel-Steckbrief festgehalten wurde.
Den Höhepunkt des
Tages bildete die Verköstigung der verschiedenen Apfelsäfte. So wurde von den mittlerweile fachkundigen Kindern diskutiert, wie die Apfelsäfte und die daraus gemachten Mischungen schmecken, welcher
besser und welcher nicht ganz so gut schmeckt. Dabei fanden auch die mitgebrachten Kuchen (ein herzliches Dankeschön an die Spender) fleißig Zuspruch. Wer wollte, konnte sich auch Saft abfüllen und mit
nach Hause nehmen.
Nach einem von
Astrid vorbereitetem Spiel im nahen Wald wurde dieser lehrreiche Tag mit einer kleinen Grillparty für Kinder und Eltern beendet. Die Kinder haben hautnah erlebt, wie leckerer Apfelsaft entsteht.
Bleibt zu hoffen,
dass die Streuobstwiesen erhalten werden, um solche erlebnisreichen Kinderaktionen auch in Zukunft noch durchführen zu können. Es wäre schade, wenn diese wertvollen Biotope kurzsichtigen Zielen geopfert
würden.
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Sortenreine Lese
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